Collaboration 2020

Fotos: Daniel Koch, Paul Becht, Kenneth Scicluna
Abgebildet: Staatssekretär Jürgen Hardeck, Silvian Thollon, Frédérique Veith, Annika Sehn, Noëmi Nicolas, Romy Ferguson, Lars Smekal, Oliver Jungmann, Regis Coussot, Jérôme Remy, Kaz Anstee, Kenneth Scicluna, Linda Gasser, Paul Becht
Ein Leuchtturmprojekt entsteht

Mit der Collaboration Across Borders, kurz: CAB, wurden Filmschaffende aus unterschiedlichen Ländern Europas zusammengebracht, um gemeinsam an einem episodischen Filmprojekt zu arbeiten. Das Konzept ist während der Pandemie über Zoom-Konferenzen entstanden und wurde im Frühjahr 2021 gedreht. Aktuell befindet sich das Projekt in der Post-Produktion. Aus der intensiven Zusammenarbeit seit März 2021 sind Freundschaften entstanden, die gleichzeitig professioneller, wie persönlicher Natur sind.

Die Regisseure erarbeiteten ein Konzept, das zwar an unterschiedlichen Orten gedreht und von unterschiedlichen Regisseuren realisiert, jedoch dem selben Plot folgt und in einer Montage zusammenkommt. Fünf Geschichten verschmelzen in einem Gebäude zusammen. Um die Etagen so zu verlinken, dass der Anschein entsteht, die Geschichten finden in einem Gebäude statt, bedienen wir uns stilistischen Mitteln wie gleicher Lichtrichtung, wiederkehrende Szenenbildelemente und einem revolvierendem Sounddesigns. So ist etwa ein wiederkehrender Zug auf allen Etagen hörbar und führt zu unterschiedlichen Reaktionen. Es ist die Geschichte eines Hauses. Die Bewohner leben nebeneinander im Ausnahmezustand und hören einander lediglich. Fragen, die die Kreativen in 2020 umtrieben, wurden auf die Spitze getrieben.

 

Vernetzung 2.0

Die unterschiedlichen Filmemacher haben die bedrängenden Gefühle der vergangenen Monate auf die Spitze getrieben. So entsteht ein Werk, das zwischen Humor und Dystopie an die Essenz des Menschseins. Als Antwort auf die währende Pandemie treten Filmschaffende aus Malta, England, Sardinien und Deutschland zusammen.

 

Kurzsynopsis 

Die Bewohner eines Hochhauses verlassen das Gebäude seit Jahren nicht. Jeder seine eigenen Wege der Nun wird plötzlich der letzte Tag des Ausnahmezustands bekannt gegeben.

Die Welt steht still. Zumindest um dieses Gebäude herum. Die Bewohner des Blocks haben ihre unterschiedlichen Wege gefunden sich mit der Einsamkeit zu arrangieren haben untrschiedliche Formen entwickelt zu kommunizieren.

 

Der Erfolg

Regisseur:innen aus ganz Europa (die sich erst bei den Screenings bzw. der Festivalauswetung persönlich getroffen hatten) kamen online zusammen, um das narrative Drehbuch zu entwickeln. Jede:r Regisseur:in übernahm dann eine Figur und drehte diesen Teil des Films in ihrer/seiner Heimatstadt bzw. in ihrem/seinem Heimatland. Die einzelnen Filme wurden anschließend bearbeitet und miteinander verwoben, um eine einzige Erzählung zu schaffen, die vollständig an einem fiktiven Ort – Edifice129 – spielt. Dieser Ort wurde durch eine:n digitale:n Künstler:in/Animator:in sowie unseren Sounddesignern zum Leben erweckt.

Dieses Projekt ist in seiner Art völlig einzigartig. Noch nie zuvor haben Regisseur:innen aus mehreren Ländern auf diese Weise zusammengearbeitet, um einzelne Perspektiven zu einem durchgehenden narrativen Universum zu verweben. Die Kombination aus Fernproduktion, individuellen Dreharbeiten in verschiedenen Städten und der digitalen Gestaltung eines gemeinsamen fiktiven Ortes macht das Ergebnis zu etwas völlig Neuem – ein Konzept, das es so bisher noch nie gegeben hat.

Der kollaborative Prozess war herausfordernd, da kreative und kulturelle Unterschiede überwunden werden mussten und die Postproduktion durch Remote-Arbeit sowie die Notwendigkeit eines gemeinsamen Regiekonzepts erschwert wurde. Wir würden diese einzigartige Zusammenarbeit gerne beim Raindance vorstellen und unser gesamtes Team zum ersten Mal persönlich zusammenbringen. In einer Podiumsdiskussion oder sogar in einem Workshop könnten wir Filmemacher:innen durch die besondere Entstehungsgeschichte dieses Projekts inspirieren.